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Infoveranstaltung der Wirtschaftsförderung - Produktideen für Unternehmer

 

Freilassing - Digitale, IT-basierte Verfahren und Lösungen bei Produkten, in der Produktion oder in der allgemeinen Arbeitswelt, Stichwort Industrie 4.0, werden auch für mittelständische Betriebe immer wichtiger. Die Wirtschafts-förderung BGL zeigte Unternehmern bei einer Informationsveranstaltung mit Workshop Anwendungen und mögliche Geschäftsideen auf.

 

„Wir wollen, dass auch Mittelständler die Marktchancen von Industrie 4.0 erkennen, Berührungsängste abbauen und Wettbewerbsvorteile haben", machte Dr. Thomas Birner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, das Ziel der Veranstaltung deutlich. Zahlreiche Unternehmen im Landkreis befassen sich bereits intensiv mit Industrie 4.0 und teilten ihr Expertenwissen bei der Infoveranstaltung. IT-Spezialist John Thompson, Inhaber der Freilassinger Firma Infopro, machte an zahlreichen spannenden Beispielen deutlich, wie die moderne Arbeitswelt vielerorts aussieht. Hier steuern Produkte ihre Produktion über Barcodes oder RFID-Chips quasi selbst. Ihre Wartungsintervalle berechnen Maschinen eigenständig und vorausschauend. Auch die Kommunikation in der Logistik läuft zunehmend ohne menschliches Zutun. Wenn zum Beispiel Materialien zu Neige gehen, wird automatisch Nachschub geordert. „Zukünftig werden wir intelligente Maschinenkommunikation im beruflichen Alltag selbstverständlich nutzen. Büro- oder Produktionsmaschinen werden beispielsweise selbständig Verbrauchsmaterialien nachbestellen, wenn diese zu Neige gehen", machte Thompson klar. Voraussetzung für die Verarbeitung immer größerer Datenmengen, Big Data, sei die starke Reduzierung der Preise für Speicherplatz und Rechenleistung.

 

Heizkessel macht Verbesserungsvorschlag
Andrea Campitelli von der SpryFlash GmbH aus Hallein ergänzte Beispiele der mobilen produktbasierten Kommunikation. Moderne Heizkessel aktualisieren nach aufgetretenen Fehlern ihre Software selbständig über das Internet. Zuvor haben sie ihre Nutzungszahlen analysiert und einen Verbesserungsvorschlag gemacht. Gerhard Danzl, Inhaber des Bad Reichenhaller IT-Unternehmens BFSE, zeigte auf, wie moderne Sensorik notwendige Daten und Informationen erhebt. Als Beispiel nannte er für die Wasserhygiene zuständige Sensoren von großen Gebäuden. Diese leiten bei Problemen automatisch Spülvorgänge ein, um zum Beispiel das Entstehen gefährlicher Legionellen zu vermeiden.
Klar machten die Experten bei allen Möglichkeiten, dass auch kleine Unternehmen verpflichtet sind, sich intensiv mit der Datenerhebung, der Datensicherung und dem Datenschutz auseinander zu setzen.

 

RothFuchs

WFG-Projektleiter Cornelius Roth (rechts) und Alexander Fuchs vom Ainringer Unternehmen WANKO GmbH, Anbieter für innovative Logistiksoftware.

 

Chancen für alle Unternehmer
WFG-Projektleiter und eBusiness-Lotse Cornelius Roth leitete anschließend ei-nen gemeinsamen Teilnehmerworkshop, in welchem Lösungen mit Big Data erarbeitet wurden. Grundsätzlich können sich Unternehmen aller Branchen im Landkreis in Entwicklungsprojekte einbringen und sich neue Märkte er-schließen. WFG-Projektleiter Lars Holstein gab ergänzend einen umfassenden Überblick zur aktuellen Förderlandschaft im Bereich Technologie und Innovationen und speziell für Wirtschaft 4.0-Projekte des Bundes.