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TU München und Berchtesgadener Land pro Gesundheit

 

18. Mai 2010 - MÜNCHEN/FREILASSING. Jährlich besuchen rund 40 Millionen Menschen die Alpen. Kaum eine andere Region bietet sowohl im Winter als auch im Sommer einen höheren Freizeitwert. Daher liegt es nahe, gerade dort den „natürlichen" Erholungswert mit einer gezielten Gesundheitsförderung zu verbinden. Dieses Ziel verfolgen die Techni-sche Universität München und die Wirtschaftsfördergesellschaft Berchtesgadener Land nun gemeinschaftlich.

 

Das Berchtesgadener Land ist traditionell eine der bedeutendsten grenzüberschreitenden Gesundheits- und Tourismusregionen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Von der gemäßigten Voralpen- bis hin zur Hochgebirgsregion besitzt diese Region einzigartige Land-schafts- und Klimaverhältnisse. Darüber hinaus verfügt sie über vielseitige Kompetenzen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation. Zur Bündelung dieser Kompetenzen haben die Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) Berchtesgadener Land und der Lehrstuhl für Sport und Gesundheitsförderung (LSG) vergangener Woche einen Forschung- und Entwicklungsvertrag abgeschlossen. Die beiden Partner, Dr. Thomas Birner (WFG) und Prof. Renate Oberhoffer (LSG), haben bei der Auftaktveranstaltung am 12.05.2010 in München die entsprechenden Verträge unterzeichnet und sind so der Vision eines vom TUM-Präsidenten Professor Wolfgang A. Hermann im Herbst 2006 postulierten „TUM-Forschungszentrum im Berchtesgadener Land" mit einem regionalen Schwerpunkt „Mensch, Mobilität und Gesundheit" einen großen Schritt näher gekommen.
Nach einer einjährigen Initiationsphase mit diversen Workshops haben sich die Partner zu-nächst eine grenzüberschreitende Machbarkeitsanalyse zum Ziel gesteckt. In dieser Unter-suchung werden die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine herausragende „Gesund-heitsregion" erfasst. Dabei sollen sowohl touristische als auch gesundheitsorientierte Einrich-tungen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten und Infrastrukturen möglichst vollständig erfasst und integriert werden. Zur Förderung der grenzüberschreitenden Kooperationen in der EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein werden bereits bestehende und zukünftig mögliche Vernetzungsmöglichkeiten aufgezeigt und erschlossen.


Auf der Basis dieser Machbarkeitsanalyse erfolgt dann der zweite Schritt. Dabei soll in Zu-sammenarbeit mit der Technischen Universität München der Grundstein für ein regionales Anwendungszentrum „Mensch, Mobilität und Gesundheit" im Landkreis Berchtesgadener Land gelegt werden. Dieser Ansatz verfolgt ein innovatives Konzept, das den Bogen von der Grundlagenforschung bis zur Versorgungsplanung spannt. Eine erfolgreiche Realisierung wäre nicht nur national sondern auch international von wissenschaftlicher Seite konkurrenz-fähig. Über die spezifischen Gegebenheiten der Region Berchtesgadener Land mit der Gali-leo-Testumgebung GATE könnte das Projekt Beispielcharakter erlangen, denn es beinhaltet unter anderem auch eine konkrete Anwendung der Satellitennavigation im operativen Piloteinsatz.

 

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Von links nach rechts: Julia Elmenhorst (TUM, LSG), Lars Holstein (WFG, Projektleitung), Dr. Thomas Birner (Geschäftsführer WFG), Prof. Dr. Renate Oberhoffer (TUM, Lehrstuhlleitung), Dr. Gudrun Starringer (TUM, LSG) und Dr. Martin Schönfelder (TUM, LSG, Projektleitung)

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land berät Unternehmen in Fragen rund um Existenzgründung, Fördermöglichkeiten, Standortmarketing sowie bei Ge-nehmigungsverfahren oder der Suche nach geeigneten Gewerbegrundstücken. Als Einrich-tung des Landkreises bietet die WFG ihre Leistungen mit Unterstützung der Sparkasse BGL kostenlos an. Nähere Informationen bietet das Freilassinger Büro der WFG in der Sägewerk-straße 3 (Techno-Z) unter Telefon 08654 / 77500.


Der Lehrstuhl für Sport und Gesundheitsförderung widmet sich in Forschung und Lehre intensiv der Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter. Aktuelle Forschungsprojekte des Lehrstuhls beschäftigen sich unter anderem mit der Untersuchung von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, der präventiven Wirkung von Bewegung und der Entwicklung von Bewegungsprogrammen für gesunde und kranke Kinder. Ein weiteres wichtiges Themenfeld ist die Dopingprävention (nähere Informationen unter www.gesundheit.sp.tum.de).