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Verlängerung für Gründerprogramm bis Ende 2018

 

ESA BIC Bavaria verlängert die Außenstelle Berchtesgadener Land

 

Gute Nachricht für Hightech Gründer: Die Partner des erfolgreichen Inkubationszentrums ESA Business Incubation Centre (BIC) Bavaria haben die Verlängerung des Förderprogramms beschlossen. „Mit 41 Unternehmen seit August 2009 hat sich das ESA BIC Bavaria zu einem der erfolgreichsten Gründerprogramme für kommerzielle Raumfahrtanwendungen in Europa entwickelt. Wir freuen uns sehr, dass wir für weitere sechs Jahre jährlich bis zu 15 Startups an unseren bayerischen Standorten in Oberpfaffenhofen, Nürnberg und im Berchtesgadener Land beim Markteintritt unterstützen können," erklärt Stefanie Herrmann von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO), dem Koordinator des ESA BIC Bavaria.

 

In Zusammenarbeit mit namhaften Partnern fördert das Gründerzentrum ESA BIC Bavaria seit 2009 Unternehmer mit innovativen Ideen für die Nutzung von Raumfahrttechnologien in anderen Wirt-schaftsbereichen. Hier geht es aber nicht um Raketentechnik! Sondern vielmehr darum, Technolo-gien und Anwendungen, die ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt wurden, wieder zurück auf die Erde zu bringen. Das heißt, zum Beispiel Satellitennavigation, Erdbeobachtung oder Robotik in Produkte aus Bereichen wie Katastrophenschutz, Holzlogistik und Filmindustrie zu integrieren - um nur wenige Beispiele zu nennen.

 

Die Außenstelle des ESA BIC Bavaria im Berchtesgadener Land wird vom Freistaat Bayern, der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der Sparkasse Berchtesgadener Land, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land und der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO) unterstützt. „Mit der heutigen Verlängerung ist es der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land (WFG BGL) gelungen die Region weiterhin als einen von drei ESA BIC Standorten in Bayern zu positionieren. Mit diesem Netzwerk können wir unseren Gründern ein breites Unterstützungsprogramm zum Aufbau ihres Unternehmens anbieten" so der Geschäftsführer Dr. Thomas Birner der heimischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

 

„Die Mitwirkung in einem der erfolgreichsten europäischen Programme für technologieorientierte Unternehmensgründungen bestätigt unsere Entscheidung für ein weiteres Engagement. Zudem sehen wir im Umfeld des Netzwerkes 'Satellitennavigation Berchtesgadener Land', dem Galileo Testgebiet GATE und durch die Nähe zu Salzburg weiteres Gründungspotential" erläuterte der verantwortliche Projektleiter der WFG BGL, Lars Holstein. Bisher konnten im Berchtesgadener Land die beiden Robotikfirmen progenoX GmbH und Airvionic GmbH sowie die Holzlogistikfirma WASP-Logistik GmbH im Programm unterstützt werden.

 

Im Gründerprogramm des ESA BIC Bavaria erhalten Unternehmensgründer technische und finanzielle Unterstützung von bis zu 100.000 Euro für den Aufbau ihres Unternehmens und der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen. Auf www.esa-bic.de finden Interessenten alle benötigten Bewerbungsunterlagen. Diese können laufend eingereicht werden. Der Auswahlprozess findet vierteljährlich statt. Nach erfolgreicher Bewerbung werden die Unternehmen für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren ins Gründerzentrum aufgenommen.
Das ESA BIC Bavaria ist Teil des europaweiten Gründerprogramms, das durch das Technologietransferprogramm (TTPO) der Europäischen Weltraumorganisation ESA in derzeit acht Standorten koordiniert wird. Insgesamt wurden durch das Programm europaweit bereits mehr als 200 Gründungen in Europa unterstützt.

 

gründeprogramm bgl

 

 

 


 

Neue Expertin für Standortfragen

 

Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird mit Daniela Zocher vor allem Klimaschutzziele forcieren

 

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) Berchtesgadener Land bekommt für das durch die EU geförderte Projekt „AlpEnMat" Verstärkung aus dem Nachbarland. Daniela Zocher von der Salzburger Forschungsgesellschaft „Research Studios Austria" (RSA) wird dem Team um Dr. Thomas Birner für ein Jahr zur Seite stehen.

 

Die studierte Geographin hat ihre Tätigkeitsschwerpunkte in den Bereichen Kartographie, GIS-Analysen und Recherche. Bei den „Research Studios Austria" arbeitet sie im Forschungsteam iSPACE. „Wir sind dort auf die Weiterentwicklung digitaler Karten spezialisiert, liefern Analyse- und Bewertungsmodelle für komplexe Zusammenhänge und helfen bei der Bildung von geschäftlichen Netzwerken", erklärt Zocher. „Unsere Arbeit kann sich ZUM BEISPIEL UM Fragestellungen handeln, wo die optimalen Standorte für regenerative Energien sind oder wo Haltestellen von S-Bahnen sinnvollerweise angesiedelt werden sollten."


Bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird die Geographin ihr Expertenwissen in den kommenden Monaten im Projekt „AlpEnMat" einbringen. „AlpEnMat" wird von der EU im Rahmen des transnationalen Programms "Alpenraum" (Alpine Space) gefördert. Dessen Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des Alpenraums zu steigern. So werden unter anderem Forschungs- und Innovationsaktivitäten von Klein- und Mittelbetrieben unterstützt, die räumliche Entwicklung der Alpenregion als Lebens-, Arbeits- und Investitionsraum gefördert sowie die verbesserte Zusammenarbeit in den Bereichen Transport und Naturschutz angestrebt. Sieben EU Staaten - Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien, die Schweiz und Liechtenstein - beteiligen sich am "Alpenraum-Programm".

 

„AlpEnMat" hat den Schwerpunkt, Innovationen aus dem Energiebereich, aber auch der Informationstechnik für kleine und mittelständische Betriebe besser verwertbar zu machen und diese bei der Bildung von geschäftlichen Netzwerken und Geschäftsanbahnungen im Alpenraum zu unterstützen. „Wir wollen neue Techniken und Ergebnisse aus der Forschung in die Praxis bringen", erklärt WfG Geschäftsführer Dr. Thomas Birner. „So tragen wir dazu bei, das integrierte Klimaschutzkonzept, das sich der Landkreis selbst gesetzt hat, umzusetzen und den Technologietransfer zu forcieren".


Zusammen mit Projektleiter Lars Holstein wird Daniela Zocher bei der WFG am Aufbau einer alpenweiten Veranstaltungsreihe mitwirken. „Wir wollen Experten aus innovativen Unternehmen, die im Energiebereich tätig, sind zusammenbringen", sagt Holstein. Dabei soll in jedem Alpenstaat ein Treffen stattfinden. EineR der ersten Austragungsorte wird das Berchtesgadener Land sein, wo im März das Thema „Intelligent Technologies for Sustainable Energy", zu deutsch: „Intelligente Technologien für die Energiewende" ansteht. „Nicht die Vorträge, sondern Ideen von Menschen und Synergien von Unternehmen werden im Vordergrund stehen", so Lars Holstein.

 

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(Credit WfG BGL)

Gehen bei der Stärkung des Alpenraumes gemeinsame Wege (v.l.): Professor Peter Bruck (Leiter der RSA) Mag. Daniela Zocher und WfG-Geschäftsführer Dr. Thomas Birner

 

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SANSIBAS auf der InnoTrans

 

SatNav-Netzwerkpartner stellt SANSIBAS auf der Messe InnoTrans vor


Im Rahmen des Netzwerks SatNav hat Wolfgang Inninger, Leiter des Fraunhofer IML Projektzentrums für Verkehr, Mobilität und Umwelt, das Projekt SANSIBAS auf der Messe InnoTrans vorgestellt. Dies erfolgte im Zuge der „Intelligenten Welt", einem Bühnenmagazin initiiert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Branchenverband BITKOM e.V.. Dabei ging Inninger auf die Grundlagen des Projekts ein und beschrieb insbesondere die Idee einer „offenen" Karte, in der alle Gleisanschlussdaten von bestehenden Infrastrukturdaten verfügbar sein werden.


Am 26. September 2014 wurde in der Speakers' Corner der Berliner Messe darüber diskutiert, wie die Informations- und Kommunikationstechnologie IKT den Transport und die Logistik verändern wird. Die InnoTrans, die alle zwei Jahre auf dem Messegelände Berlin stattfindet, ist die bedeutendste internationale Fachmesse für Verkehrstechnik und Fahrzeugsysteme. Ein Schwerpunkt der Messe sind die Informationstechnologien und das Verkehrsmanagement.


Intelligente Verkehrswelt
Moderator Robin Cumpl ging spannenden Fragen bzgl. intermodaler Verkehrslösungen sowie dem Sinn, Zweck und Nutzen von OpenData für die Schiene nach und diskutierte auch völlig neu gedachte dezentrale Sicherheitskonzepte für Züge. Wie wichtig werden für den Transport von Menschen und Gütern beispielsweise die Themenfelder "Big Data" und "Open Data" sein? Welche Geschäftskonzepte lassen sich daraus generieren und wie kommen sie nicht nur der Branche, sondern auch der Bevölkerung zugute? Als Gäste mit dabei: Alf Henryk Wulf, Alstom Deutschland, Thomas Strang, Intelligence on Wheels, Arnd Vogel, PTV Group, Wolfgang Inninger, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und Markus Hofman, Deutsche Bahn AG.


Das Projekt SANSIBAS
Im Rahmen eines Kurzvortrags mit anschließender Diskussion konnte SatNav-Netzwerkpartner Wolfgang Inninger auch auf die dazu passenden Ansätze des Projekts SANSIBAS eingehen. Insbesondere die Idee einer „offenen" Karte, in der die Anschlussbahndaten von bestehenden Infrastrukturdaten verfügbar werden, passt optimal in diese Entwicklungsrichtung. Anschlussbahnbetreiber haben zukünftig die Möglichkeit über ein Anschlussbahninformationssystem ihre Infrastruktur besser zu vermarkten. Die Anschlussbahn stellt nicht nur in Regionen wie im Berchtesgadener Land oder Salzburg eine wichtige Basis für den Gütertransport auf der Schiene dar. Durch die Gleisanschlüsse wird ein regionaler Zugangspunkt zum System Schiene geschaffen. Dies schafft eine Grundlage für wirtschaftliche intermodale Gütertransporte.

 

SANSIBAS auf der InnoTrans


Wie es im Rahmen der „Intelligenten Welt" weitergeht, ist bis dahin auf der unabhängigen online Plattform www.intelligente-welt.de zu beobachten.

Netzwerk Satellitennavigation BGL kooperiert mit Italien


Unternehmer aus der Region reisen zum gemeinsamen Treffen nach Bozen am 28.02.2014

 

Berchtesgadener Land. Gute Aussichten für Hightech-Unternehmer aus dem Berchtesgadener Land: Die Partner des erfolgreichen Netzwerkes Satellitennavigation Berchtesgadener Land werden ihre Projektkooperationen mit italienischen Partnern stärken.

„Mit unserem Südtiroler Partner TIS wollen wir in Zukunft die innovativen Unternehmen aus beiden Regionen enger vernetzen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit technologieorientierten Unternehmen Ende Februar nach Bozen zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen fahren und unsere Unternehmen unterstützen dürfen", erklärt Lars Holstein von der heimischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Das Südtiroler TIS ist Zentrum und Impulsgeber für Innovation, Kooperation und Technologietransfer für alle Südtiroler Akteure des Innovationssystems - allen voran für Unternehmen (www.tis.bz.it).

Im Fokus der Reise nach Bozen stehen Projektinitiativen rund um das neue europäische Forschungsrahmenprogram „Horizon 2020".

 

Weitere Interessenten können sich gerne bei Herrn Holstein (Tel.: 08654-7750-0) melden. Die Teilnehmerplätze für die Unternehmerreise sind begrenzt.

 

Link zur Veranstaltung: tis.bz.it/de/cluster/alpine-sicherheit/20140212_ws_horizon2020/view

 


 

Satellitennetzwerk als kompetenter Partner gefragt


Kooperation mit Hochschule München - Firma verlegt Sitz nach Freilassing

 

dolomitwerk_studentengruppeFreilassing - Die Firma Personal GPS Solutions hat ihren Firmensitz nach Freilassing verlegt, um von den Erfahrungen des von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft koordinierten Satelliten-Netzwerks Berchtesgadener Land (SatNav BGL) zu profitieren. Auch die Hochschule München nimmt das Know How der Netzwerkfirmen in Anspruch.

 

Die Firma GPS Solutions wurde vor zwei Jahren in Bad Endorf gegründet. Ihr Hauptprodukt ist die satellitengestützte App "Let's Go", die Besucher auf digitale Entdeckungstour schickt. Gründer Jochen Maier hat bereits etliche Tourismusgemeinden und Firmen als Kunden gewonnen. Mit dem Umzug nach Freilassing will er mit Unterstützung des Firmennetzwerks Satellitennavigation und der Außenstelle des ESA Business Incubation Centre (BIC) Bavaria auch im Berchtesgadener Land mit der Let's Geo App und seinen anderen Geschäftsfeldern Teamevents und Geo-Dienstleistungen durchstarten. "Großes Potenzial sehen wir in den Bereichen Sport, Outdoor und im Gesundheitsbereich. Hier bietet die GPS-Navigation eine Vielzahl innovativer Einsatzmöglichkeiten", so Maier. Der Austausch mit dem SatNav-Netzwerk bringe ihm sowohl Erfahrungszuwachs als auch mögliche künftige Partner.

 

Zusammenarbeit bei Forschungsarbeiten
Auch die Hochschule für Angewandte Wissenschaften München schätzt die Zusammenarbeit mit den SatNav-Firmen. Professor Dr.-Ing Peter Krzystek war jüngst mit einer Studentengruppe zu einem Geländepraktikum vor Ort. Dabei erläuterten die Firmen Dialogis und orbit geoservices, beides langjährige SatNav-Partner, die Erfassung hochgenauer Geodaten mittels Flugroboter. Das Dolomitwerk Jettenberg stellte einen Teil seines Abbaubereiches für die photogrammetrische Erfassung aus der Luft zur Verfügung. Die vom Flugroboter erfassten Luftbilder erlauben die Berechnung hochaufgelöster Geländemodelle und von Volumenveränderungen.


Professor Krzystek bedankte sich bei Netzwerkmanager Lars Holstein von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die kompetenten Informationen. "Solche Praxisbeispiele sind für unsere Studierenden sehr wichtig. Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Netzwerk, zum Beispiel bei Bachelor- und Masterarbeiten oder Forschungsvorhaben", so Krzystek.

 

Foto: Dialogis UG

Gefährliche Störsender passen in Zigarettenanzünder

 

Zentrum für Luft-und Raumfahrt testet ihre Wirkung im GATE Berchtesgaden


Das TestteamBerchtesgaden - Störsignale aus dem Zigarettenanzünder können Navigationssignale in die Irre führen und zum Beispiel die Position eines unbemannten Landeanflugs irritieren. Gegenmaßnahmen testete das Institut für Kommunikation und Navigation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im GATE Testgebiet in Berchtesgaden im Rahmen des Projekts SAMURAI.


Im Fokus des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts SAMURAI (Sensor Array Processing for Multipath and Radio Interference Identification and Suppression) steht das Erkennen und technische Umgehen von Störsignalen für Satellitennavigationsempfänger, die unter anderem sicherheitsrelevante Anwendungen in der Luft- und Schifffahrt gefährden. Solche Störsignale werden durch Empfangsantennen mit mehreren Antennenelementen aufgespürt und ausgeschaltet.


Galileo-Signale gezielt sabotiert
Die Galileo Test- und Entwicklungsumgebung (GATE) in Berchtesgaden ist ideal für den Test dieser Gruppenantennen. Wissenschaftler des DLR-Instituts erprobten diese und zugehörige Signalverarbeitungsalgorithmen hier quasi in der Praxis. Bis zu fünf Störsignale wurden gleichzeitig mittels spezieller Antennen in unterschiedlichen Winkeln, Frequenzen und Leistungsstärken abgestrahlt. Dadurch wurden die „realen" Galileo-Signale der GATE-Sendestationen auf den Bergen um Berchtesgaden sowie die originalen GPS-Satellitensignale gezielt gestört.


Eine weitere Testreihe wurde mit sogenannten PPD-Jammern (Personal Privacy Devices) durchgeführt. Diese Störer, die in den Zigarettenanzüder jedes Fahrzeugs passen, sind trotz eines EU-weiten Verbotes verbreitet. Oft beeinflussen sie bereits heute Navigationsgeräte und Zeitnahmesysteme in ihrer Umgebung. Die Tests zeigten, dass einige dieser Störer Navigationsempfänger im Umkreis von einigen hundert Metern, in einem Fall sogar im Umkreis von über einem Kilometer bis hin zum Positionsverlust stören können, wenn keine Gegenmaßnahmen, wie beispielsweise die oben genannte Nutzung von Gruppenantennen, angewendet werden.


Georg Kern, Service-Ingenieur des GATE-Betreibers IFEN GmbH, Mitglied im Netzwerk Satellitennavigation der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land, sagte zum Abschluss der Testreihe: "Der besondere Dank der Testmannschaften von GATE Berchtesgaden gilt der Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Anwohner, die uns ihre Hof- und Wiesenflächen für die Tests zur Verfügung stellten."

Innovative Unternehmen werden gestärkt

 

Studie der WFG BGL soll zahlreiche Maßnahmen anstoßen

 

Berchtesgadener Land - Die innovativen Unternehmen des Landkreises sollen optimal gefördert werden. In einer Pilotstudie im Auftrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land (WFG BGL) werden daher Forschungs- und Innovationspotentiale erfragt und anschließend passende Maßnahmen abgeleitet. Die Überlegungen gehen von überregionalen Entwicklungskooperationen über Unternehmernetzwerke bis hin zu einer universitären Einrichtung.

 

"Für den Landkreis Berchtesgadener Land ist das Innovationsthema immens wichtig. 9.600 Personen sind unmittelbar im produzierenden Gewerbe beschäftigt - das ist fast jeder dritte Arbeitsplatz", so WFG-Geschäftsführer Dr. Thomas Birner. "Wir müssen also optimale Rahmenbedingungen für unsere Unternehmer schaffen, damit sie Chancen und Potenziale noch besser nutzen."


Die Pilotstudie im Rahmen eines Interreg-Projekts erfasst in den kommenden Monaten zunächst die Ist-Situation der Unternehmen im Berchtesgadener Land und im Landkreis Traunstein in den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation. Befragt werden Betriebe in den Zukunftsfeldern der Region: Maschinenbau und Elektrotechnik, Informatik inklusive Geoinformatik und Ortungstechnologien, Robotik, Materialwissenschaften, Feinmechanik, Regenerative Energieerzeugung und -nutzung, Holztechnologie, Gesundheitswirtschaft, Medizintechnologie und Lebensmittelindustrie. Eine parallele Befragung läuft auf Salzburger Seite.

 

Stärken von Wirtschaftskraft und Image
Aus den Ergebnissen der Studie werden unter Federführung der WFG BGL auf bayerischer Seite konkrete Maßnahmen zur Förderung der Unternehmen abgeleitet. Diese können vom besseren Zugang zu universitären Forschungsergebnissen über gemeinsame Anwendungsforschung bis hin zur Einrichtung von Forschungslabors gehen.
Die "Roadmap" soll klar die bisherige Zusammenarbeit im Bayerisch-Salzburger Grenzraum verbessern und mehr Dynamik schaffen. "Überregionale und branchenübergreifende Innovationsprojekte stärken nicht nur die einzelnen Unternehmen, sondern auch die Wirtschaftskraft insgesamt. Außerdem tragen sie zum positiven Image der Region bei", betont Dr. Birner.

 

Vision technische Universität
Auch eine weitere technische universitäre Einrichtung, heute noch Vision, könnte am Ende stehen. "Es gibt zwar schon ein Bachelor-Studium Ingenieurwissenschaften in Salzburg, gemeinsam mit der Technischen Universität München. Fakt ist aber, dass wir dringend weitere Angebote brauchen, um junge Leute in der Region zu halten", betont Dr. Birner. Eine universitäre Ausbildung in den Ingenieurwissenschaften sei zudem ein riesiger Vorteil im Wettbewerb der Regionen.


Der WFG-Geschäftsführer appelliert daher an die Unternehmen, sich für die Fragen der Pilotstudie ausreichend Zeit zu nehmen, damit ihr Bedarf optimal berücksichtigt werden kann. Die Ergebnisse werden anonymisiert ausgewertet und vertraulich behandelt.

Unternehmensgründer brauchen Netzwerke

Gedanke im Berchtesgadener Land mit Satellitennetzwerk stark verankert

 

Freilassing/Salzburg - Wie schmiedet der Weltkonzern Siemens strategische Bündnisse und welche Unterstützung erhält ein Start-Up-Unternehmen wie die Firma Bischofswieser Firma Airvionic: Um unterschiedlichste Kooperationen ging es beim 2. innovators_talk der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land (WfG BGL) und ihrer Partner Plenos GmbH, ITG Salzburg, Industriellenvereinigung Salzburg und EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein.

 

Kooperationen und Netzwerke sind in unserer globalisierten Wirtschaftswelt der Schlüssel zum Erfolg. „Innovation entsteht oft beim sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand. Man erhält neue Ideen, wird herausgefordert. Deshalb sind Kooperationen zum Beispiel in der Produktentwicklung gerade für Wettbewerber sehr wichtig ", so WFG-Geschäftsführer Dr. Thomas Birner.

 

Innovationsfreundliches Klima im Landkreis
Den Kooperationsgedanken treibt die WFG BGL als Koordinator des Netzwerks Satellitennavigation seit Jahren voran. High Tech Unternehmer profitieren hier vom Know How anderer. Einer, der das innovationsfreundliche Klima im Landkreis sehr schätzt, ist Dirk Fox von der Bischofswieser Firma Airvionic. Er schilderte beim innovators_talk in der BauAkademie Salzburg eindrucksvoll, wie er und sein Bruder dank der kompetenten Unterstützung durch die WFG und die ESA BIC Bavaria die mehrjährige Entwicklung ihres „DreamCopters" bislang ohne Fremdkapital stemmen konnten und wieviel Sicherheit ihnen der Austausch im Netzwerk gegeben hat. Nun steht der Marktstart unmittelbar bevor.

 

Der Start Up der Siemens AG liegt zwar schon fast 170 Jahre zurück, für die Produktentwicklung braucht der Konzern jedoch immer wieder Kooperationspartner. Bernd Wohlkinger, Leiter Technologie- und Innovationsmanagement bei der Siemens AG Österreich präsentierte dem Publikum, wie strategisch sein Unternehmen an Kooperationen herangeht. An Hand von einigen aktuellen Beispielen illustrierte er, wie solche Kooperationen aufgebaut sein können und welchen Nutzen diese den Partnern und der Gesellschaft bringen.

 

Unikooperation auch mit kleinen Unternehmen
Gastgeber Gunther Graupner von der Forschungsstelle der BAUAkademie schilderte, welche Herausforderungen bei Forschungskooperationen in der Baubranche bestehen. Er betreut meist konkurrierende Unternehmen in Projektgruppen, die als mittelständische Unternehmen wenige Kapazitäten für solche Vorhaben bereitstellen können. Romy Sigl von Coworking Salzburg ließ das Publikum den Spirit spüren, der die junge Gründergeneration auszeichnet.
Happylab-Gründer Roland Stelzer zog Parallelen zwischen der Entwicklung in der IT und der Welt der Produktion. Mit dem Happylab bietet ermöglicht er den freien Zugang zu digitalen Produktionsmaschinen wie 3D-Drucker und Lasercutter, inklusive Workshops und Schulungen. Veit Kohnhauser von der FH Salzburg zeigte auf, dass es unterschiedlichste Möglichkeiten auch für kleine und mittelständische Unternehmen gibt, mit Fachhochschulen oder Universitäten zu kooperieren.
Nach den vielseitigen Vorträgen hatten die 75 Teilnehmer Zeit, sich ganz im Sinne des Themas „Kooperationen" ausführlich auszutauschen. Weitere Informationen zur Unternehmerplattform gibt es unter www.innovators.eu.
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Als Einrichtung des Landkreises bietet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mbH ihre Leistungen mit Unterstützung der Sparkasse Berchtesgadener Land kostenlos an. Weitere Informationen unter www.wfg-bgl.info, www.satnav-bgl.eu.

 

Deutsch-Dänische Förderservices - Nationale und internationale Erfolgsbeispiele

 

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© VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

Die Nordischen Botschaften in Berlin boten am 25. Juni den idealen Rahmen für eine deutsch-dänische Clusterveranstaltung. Unter dem Titel „Innovativ, kreativ, professionell: Leistungssteigerung von Clustern durch neue Services" trafen sich Mitglieder des Programms „go-cluster" gemeinsam mit Clustermanagern aus Dänemark und weiteren ausgewählten Clusterakteuren um sich über neue Clusterservices zu informieren und gegenseitig von einander zu lernen.

 

 

 

Mit Dänemark konnte ein Partnerland gewonnen werden, welches die Entwicklung und Implementierung von innovativen Dienstleistungen für Clusterakteure aktiv unterstützt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Präsentation von neuen Serviceleistungen, deren Entwicklung im Rahmen des Fördermoduls „Innovative Clusterservices" durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziell gefördert wurde. In Podiumsdiskussionen mit den jeweiligen Clustermanagern wurde anschließend der Innovationsgrad und die Übertragbarkeit auf andere Cluster vertieft. Neben der Vorstellung der Serviceerfolge, wurden die Teilnehmer über neue clusterbezogene Fördermaßnahmen des Bundes und der Europäischen Kommission informiert. Die praktische Umsetzung der Übertragbarkeit erfolgte bereits in den Pausen: Die dänischen Teilnehmer, beeindruckt von den vorgestellten Servicekonzepten, diskutieren mit den deutschen Teilnehmern über die Möglichkeiten die Services auch in Dänemark zu implementieren.

Auch das Netzwerk Satellitennavigation Berchtesgadener Land hatte die Möglichkeit sich im Rahmen der Veranstaltung mit einem Vortrag zu dem Thema:

Clusterservices zur Internationalisierung - das Beispiel innovativer Netzwerkservices zur Entwicklung von länderübergreifenden Kooperationen, zu implementieren.

 

 

Weitere Informationen finden sie hier

Flugroboter legt Grundstein für Denkmal-Sanierung

 

Netzwerkmitglied Dr. Kilian Scharrer von der Fa. Orbit geoservices vermisst Brunnen durch Flugroboter und hat dabei die Witterungsschäden am Wittelsbacherbrunnen im Visir.

 

Eine Drohne schwirrte am gestrigen Mittwochvormittag über den Rathausplatz in Bad Reichenhall. Mit den Luftbildaufnahmen soll der über 100 Jahre alte Wittelsbacherbrunnen kartiert werden. Witterungsschäden haben dem Denkmal zugesetzt, kleine Risse ziehen sich durch den Muschelkalkstein. Mit den Geodaten werden Bildpläne des Brunnes als Grundlage für die Sanierung erstellt. Zum ersten Mal setzt die Stadt Bad Reichenhall für die Vermessung eines Bauwerks auf einen Flugroboter. Der Vorteil: Für die Vermessung aus der Luft muss kein Gerüst an dem Brunnen angelehnt werden, Schäden am Denkmal sind somit ausgeschlosssen.

 

Die Statik des vom Münchner Bildhauer Karl Killer entworfenen Brunnens ist bereits überprüft worden, erklärt Stadtbaumeister Thomas Knaus. Diese bereitet keine Probleme, allerdings hat saurer Regen dem Muschelkalk zugesetzt. Um die Schäden am Gestein auswerten zu können, muss ein Mineraloge hinzugezogen werden, dann soll die Sanierung ausgeschrieben werden, erläutert Josef Kaltner, Leiter des Tiefbauamts. Doch zuerst sind Bildpläne des Brunnens nötig, die bis dato nicht vorliegen.

Dr. Kilian Scharrer aus Bayerisch Gmain, der mit der Erstellung der Daten beauftragt ist, stellt einen Meterstab in den vom Wasser befreiten Brunnen. So können später die Maße ermittelt werden.

 

Ein paar Meter entfernt platziert er einen Bildschirm, auf dem die vom Flugroboter eingeholten Bilder zu sehen sind. Scharrer orientiert sich an den Aufnahmen, um die Drohne aus der Ferne zu steuern. Das unbemannte Flugerät kann auch automatisch über GPS-Daten geflogen werden. In dem kleinen beengten Radius um den Brunnen lenkt Scharrer die Drohne aber lieber manuell. An dem Flugroboter bringt er eine kalibrierte Kamera an. Mit hoher Auflösung soll jedes Detail abgebildet werden und das millimetergenau, erklärt Scharrer. Verzerrungsfrei und aus jedem Winkel sollen die Drohnenbilder Aufnahmen vom Denkmal liefern.

 

Jetzt wartet der Wittelsbacherbrunnen, zu dessen Einweihung 1905 einst der Wittelsbacher Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern der Kurstadt einen Besuch abgestattet hatte, auf eine fachgerechte Sanierung. Die nymphenähnliche Bavaria, die auf der Säule des Brunnens thront, haben die Witterungsschäden auch getroffen. Sie hat einen kleinen Riss am Oberarm. Einzelne Sprünge könnten wohl geklebt oder Teile ausgetauscht werden, meinen Kaltner und Knaus. Bei der Restaurierung sollte auch die nicht mehr lesbare Inschrift am Brunnen wieder zum Vorschein gebracht werden. Grundlage für die gewünschte Sanierung des alten Brunnens lieferten gestern die Aufnahmen mittels moderner Technik.

 

Quelle: Reichenhaller Tagblatt / Freilassinger Anzeiger

 

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Eine der Aufnahmen, die die Drohne vom Wittelsbacherbrunnen am Reichenhaller Rathausplatz lieferte.

Foto: Scharrer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GATE Berchtesgaden auch zukünftig Testgebiet

 

Die Galileo Test- und Entwicklungsumgebung (GATE) in Berchtesgaden ist weiterhin eine wichtige Test- und Entwicklungsanlage des europäischen Galileo-Programms. Geht es nach dem Direktor des ESA-Entwicklungsprogramms, Professor Günter W. Hein von der European Space Agency (ESA), soll auch die zweite Satelliten-Generation dort getestet werden. Das sagte er auf dem Munich Satellite Navigation Summit, einer der wichtigsten internationalen Konferenzen für Satellitennavigation.

 

Das europäische Satellitensystem Galileo soll Ende dieses Jahres für Praxisanwender nutzbar werden. Zusätzlich zum US-amerikanischen GPS werden dann acht Galileo-Satelliten ihre Bahnkoordinaten und exakte Zeitsignale aus dem Weltall zur Erde senden und damit konstant präzise Positionsbestimmungen möglich machen. Vier Satelliten sind bereits in der Umlaufbahn, vier weitere werden noch dieses Jahr in Französisch-Guayana auf der russischen Trägerrakete Soyuz gestartet. Dass sich der Start wegen der aktuellen Spannungen zwischen Russen und Europäern verzögert oder gar gefährdet ist, kann sich Professor Hein nicht vorstellen. „ESA hat einen Vertrag mit den Russen bis 2020. Den Bruch kann sich keiner leisten."

 

Noch ist Galileo nicht voll in Betrieb, doch bereits jetzt werden die Fähigkeiten der Satelliten weiter ausgebaut. Die zweite Galileo-Generation wird laut Hein mit einem Ionenantrieb effektiver und langlebiger. Außerdem sollen die zukünftigen Satelliten miteinander kommunizieren können. Der Austausch der Positionssignale könnte im GATE in Berchtesgaden getestet werden. „Nirgendwo haben wir so ideale natürliche Testbedingungen wie in Berchtesgaden", betonte Hein auf dem Munich Satellite Navigation Summit.
Betrieben wird das Testgebiet momentan von der Firma IFEN GmbH aus Poing, welche GATE gemeinsam mit weiteren Partnern des Satellitennavigations-Netzwerks Berchtesgadener Land dem internationalen Publikum aus Industrie, Wissenschaft und Politik vorstellte. Interesse zeigten unter anderem japanische Experten, die ein regionales Satellitensystem im Auf- beziehungsweise Ausbau haben.

„Der Munich Satellite Navigation Summit ist für uns sehr wichtig. Hier erfahren wir programmatische Details zu den internationalen Satellitenprogrammen", so Dr. Günter Heinrichs, Leiter Customer Applications bei IFEN.
Schon heute sind nach Angaben der Europäischen Kommission rund sechs bis sieben Prozent beziehungsweise 800 Milliarden Euro des Bruttoinlandsprodukts in der EU von Lösungen der Satellitennavigation beeinflusst. „Damit bearbeiten wir im Rahmen unseres Netzwerks einen prosperierenden Zukunftsmarkt", so Lars Holstein, Projektleiter bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land.


Foto Hein

(Für Professor Günter W. Hein ist das GATE in Berchtesgaden auch über das Jahr 2016 hinaus wichtig. So lange läuft der derzeitige Betreibervertrag der Firma IFEN GmbH mit dem DLR.)

 

FotoStand

(Anbieter, Nutzer und Partner der GATE-Testumgebung: Die SatNav-Partner Wolfgang Inninger, Fraunhofer-Institut IML Prien, Georg Kern, Firma IFEN, Martin Grzebellus, Firma NavCert und Lars Holstein, Netzwerkmanager Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land (von links).)

 

 


 

Eine neue Ära für Copernicus: Erdbeobachtungswettbewerb sucht herausragende Anwendungsideen

 

Sentinel-1A, der erste Satellit des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus wurde am 3. April erfolgreich gestartet. Mit seinen Daten eröffnen sich unzählige, neue Anwendungsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Wettbewerb Copernicus Masters prämiert herausragende Ideen, Anwendungen und Geschäftskonzepte zur innovativen Nutzung von Erdbeobachtungsdaten für kommerzielle Zwecke und gesellschaftlich relevante Projekte. Die Gewinner erhalten neben Geldpreisen vor allem technische Unterstützung bei der Umsetzung, Datenzugang sowie Gründungsförderung im Gesamtwert von mehr als 300.000 Euro. In diesem Jahr wird der Wettbewerb erstmals weltweit ausgetragen. Angesprochen sind vor allem Start-ups und andere Unternehmen, sowie Forscher und Studenten, die ihre Anwendungen von 15. April bis 13. Juli 2014 unter www.copernicus-masters.com einreichen können.

 

Das Copernicus Programm ermöglicht mit seinen Erdbeobachtungsdaten und globalen Umweltinformationen unzählige Produkte und Anwendungen in den verschiedensten Wirtschaftssektoren. Besonders für innovative Start-ups und KMU besteht hier großes Potential. Sentinel-1A ist mit einem hochentwickelten Radarinstrument ausgestattet, das bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit Erdbeobachtung erlaubt. Im Gegensatz zu optischen Instrumenten sind somit Aufnahmen der Erdoberfläche auch bei Nacht, Wolken und Regen möglich. Diese Radardaten eignen sich besonders zur Anwendung im maritimen Bereich, beispielsweise zur Beobachtung von Eisbergen, Ölteppichen und zur Planung von Schifffahrtsrouten; im Bereich Land- und Forstwirtschaft zur Beobachtung der Landnutzung und Messung von Veränderungen des Bewuchses; sowie im Bereich Katastrophenschutz bei Erdbeben und Überflutungen.

 

Namhafte Partner vergeben im Copernicus Masters 2014 Preise in themenspezifischen Challenges: die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die European Space Imaging GmbH & Skybox Imaging Inc., die CloudEO AG, Airbus Defence and Space & Hisdesat S.A., und Satellite Applications Catapult Ltd. In diesem Jahr sind die Anwendungsfelder Umwelt und Energie, Land- und Forstwirtschaft, Transport und Logistik, maritime Anwendungen, Katastrophenhilfe, sowie die Nutzung von Fernerkundungsdaten für Smartphone Apps von besonderem Interesse. Zudem steht die Nutzung von zeitlich und räumlich hochauflösenden optischen Bilddaten und Radardaten im Fokus. Darüber hinaus besteht großes Potential für Anwendungen in Zukunftsfeldern wie: Big Data, Cloud Computing, Crowdsourcing, Sensorik und Wearable Computing (tragbare Datenverarbeitung) um nur wenige zu nennen

Die Gewinner jeder Challenge werden von Experten aus Industrie und Forschung gewählt. Der Gesamtgewinner - der Copernicus Master 2014 - erhält zusätzlich zu seinem Challenge-Gewinn 20.000 Euro und ein Satellitendatenpaket im Wert von 60.000 Euro, das mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission bereitgestellt wird.
Alle Gewinner werden im Herbst 2014 bekannt gegeben und im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet.

 

Seit 2011 zeichnet der Copernicus Masters die besten Projekt- und Geschäftsideen für Anwendungen zur Nutzung von Erdbeobachtungsdaten aus. Sein Ziel ist es, die Entwicklung marktorientierter Anwendungen der Daten aus dem europäischen Copernicus Programm voranzutreiben. 2013 feierte der Wettbewerb mit 144 Einreichungen von 239 Teilnehmern aus 23 europäischen Ländern sein bisher erfolgreichstes Jahr, eine Steigerung von 35% gegenüber 2012. Die Gewinner der vergangenen drei Jahre realisieren derzeit mit Hilfe der Challenge-Partner ihre Geschäftsideen. Einige haben ihre Projekte sogar bereits in marktfähige Produkte verwandelt.


Der Wettbewerb wird von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen organisiert.

Auf der Copernicus Masters Website www.copernicus-masters.com finden sich alle Informationen zu Preisen, Partnern und die Teilnahmebedingungen.

Weitere Informationen zum Copernicus Programm und Sentinel-1A finden Sie unter:
www.esa.int/copernicus & www.copernicus.eu


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© AZO

 

European Satellite Navigation Competition 2014

Richtungsweisende Anwendungen für Galileo gesucht

 

Der Innovationswettbewerb European Satellite Navigation Competition (ESNC) zeichnet seit 2004 jährlich Produkte, Services und Innovationen aus, die Satellitennavigation im täglichen Leben nutzbar machen. Neben Geldpreisen erhalten die Gewinner vor allem Unterstützung bei der weiteren Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle. Dabei profitieren sie von der engen Zusammenarbeit mit Partnerregionen weltweit und führenden institutionellen Partnern. Der ESNC richtet sich an Einzelpersonen und Teams aus Industrie, Forschung oder Universitäten weltweit. Interessierte können vom 1. April bis 30. Juni 2014 unter www.galileo-masters.eu am Wettbewerb teilnehmen.

 

Satellitennavigation hat sich zur Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts entwickelt und stellt einen attraktiven Wachstumsmarkt dar. Schätzungen der Europäischen GNSS (Global Navigation Satellite System) Agentur (GSA) zufolge wird das Marktvolumen mit einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 11% auf EUR 244 Milliarden bis 2020 ansteigen. Gerade innovationsstarke Start-ups und Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) können davon profitieren.


Schon heute ist Satellitennavigation aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Anwendungen reichen von Navigation im Straßenverkehr, über sogenannte Location Based Services, wie beispielsweise mobile Apps zur Aufzeichnung von Sportaktivitäten, bis hin zur hochpräzisen Ortung im Luftverkehr oder in der Landwirtschaft. Nach den ersten erfolgreichen Tests der Galileo Signale durch die Europäische Weltraumorganisation ESA im Frühjahr 2013 ist ein weiterer Schub für die kommerzielle Nutzung der Satellitennavigation zu erwarten. Die ersten Galileo Dienste (die sogenannten „Galileo early services") starten voraussichtlich noch vor Jahresende. Diese ersten Dienste beinhalten neben einem frei zugänglichen Offenen Dienst (Open Service, OS) zur Navigation, Positionierung und Zeitmessung auch besonders präzise und stabile Dienste für Such- und Rettungsdienste (Search and Rescue, SAR) und staatliche Stellen (Public Regulated Service, PRS).

 

„Jetzt, wo die Zusammenführung verschiedener Technologien überall verfügbare Positionsbestimmung Wirklichkeit werden lässt, haben europäische Unternehmer, KMUs und die Industrie die Möglichkeit, sich mit marktfähigen Anwendungen basierend auf Ortungs- und Navigationstechnologien auf diesem Wachstumsmarkt zu etablieren," betont der Direktor für die Satellitennavigationsprogramme der Europäischen Kommission, Matthias Petschke. „Seit 2004 hat sich der European Satellite Navigation Competition (ESNC) als treibende Kraft für die Entwicklung innovativer Produkte und Anwendungen basierend auf Satellitennavigationstechnologien etabliert. Ich möchte insbesondere KMUs und Start-ups ermutigen, diese Chance zu ergreifen um ihre Ideen bekannt zu machen und zu verwirklichen."

Im ESNC 2014 werden Preise in mehr als 30 Kategorien im Gesamtwert von EUR 1 Million vergeben. Neben Geldpreisen erhalten die Gewinner vor allem Unterstützung durch das weltweite ESNC Netzwerk bei der Realisierung ihrer Anwendungen und Geschäftsmodelle in technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten. Aus den Gewinnern aller Preiskategorien wählt eine Jury internationaler Experten aus Industrie und Forschung den Gesamtgewinner - den Galileo Master - der zusätzlich EUR 20.000 und ein sechs-monatiges Inkubationsprogramm in der Region seiner Wahl erhält.


In der diesjährigen Wettbewerbsrunde können Teilnehmer zwischen mehr als 20 teilnehmenden Regionen wählen, um dort Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu erhalten. Zusätzlich kann eine Idee für einen der themenspezifischen Spezialpreise eingereicht werden. Damit erhöht sich auch die Chance Gesamtgewinner „Galileo Master 2014" zu werden. Folgende Partner schreiben in diesem Jahr Spezialpreise aus: die Europäische GNSS Agentur (GSA), die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Europäische Patentamt (EPO) sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Darüber hinaus können Prototypen für die Living Lab Challenge eingereicht werden. Die University Challenge richtet sich an Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter.
Der ESNC wird von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen organisiert.

 

Informationen zum Konferenzprogramm und zur Registrierung: www.enc-gnss2014.com

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.galileo-masters.eu

ESNC 2014

© AZO

 

Innovationspreis für heimisches Start-Up-Unternehmen

 

Airvionic aus Bischofswiesen stellt Multicopter auf Filmmesse in Las Vegas vor

 

Ein großer Erfolg für den Technologiestandort Berchtesgadener Land: Das Start-Up-Unternehmen „Airvionic GmbH" aus Bischofswiesen wurde beim diesjährigen Evobis-Wettbewerb - Stufe 1 „Die besten neuen Tech Ideen aus München und Oberbayern" als eines von zehn Unternehmen ausgezeichnet. Die offizielle Markteinführung planen die Geschäftsführer Dirk und Frank Fox im April auf der weltweit größten Messe für Filmtechnologie, der NAB Show in Las Vegas/USA.

 

„Mit dem DreamCopter werden professionelle Filmaufnahmen in hervorragender Qualität aus der Luft zu deutlich reduzierten Kosten produziert", betont Dirk Fox. Das leicht zu bedienende unbe-mannte Fluggerät trägt neben professionellen Kameras auch eine ganze Reihe von Innovationen in sich. Im Gegensatz zu herkömmlichen Drohnen kann der DreamCopter in jede gewünschte Richtung fliegen, ohne seine waagerechte Fluglage zu verlassen. Eine vereinfachte Steuerung für den Piloten sowie eine separate Bedienkonsole zur Kamerasteuerung sind laut Firmenchef weitere wegweisende Funktionen. Für absolut wackelfreie Bilder hat Airvionic das „Dreamwalker Ausgleichssystem" integriert, das es auch als Handgerät für Film- und Videokameras gibt. Es bietet professionellen Kameramännern eine sehr gute Bildstabilisierung.

 

Von der Arbeit des Innovationszentrums ESA BIC Bavaria, Außenstelle Freilassing, und der heimi-schen Wirtschaftsförderungsgesellschaft profitiert das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 2012. Insbesondere das institutionelle Kontaktenetzwerk zu innovativen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen wie der TU München oder der Salzburger Hochschullandschaft wurden intensiv genutzt. „Bei der Bedienung der Multicopter greifen wir auf satellitengestützte Navigation wie GPS oder Galileo zurück. Im Galileo-Testgebiet Berchtesgadener Land finden wir beste Forschungs- und Testbedingungen", betont Fox.

 

Der Innovationspreis ist auch eine wichtige Referenz für den nächsten großen Schritt, die offizielle Markteinführung des DreamCopters. Sie findet am 7. April auf der weltweit größten Messe für Filmtechnologie, der NAB Show in Las Vegas, statt. Dirk Fox ist sich sicher, einen internationalen Kundenkreis für seinen DreamCopter zu gewinnen. Die ersten Anfragen aus der Branche liegen bereits vor.

 

Investitionen im Landkreis geplant
Mittelfristig wollen Dirk und Frank Fox im Berchtesgadener Land expandieren. Neben Entwicklung und internationalem Vertrieb planen sie in Bischofswiesen auch die Vermietung von Multicoptern und einen angeschlossenen Flugtrainings- und Pilotservice. Die positive Entwicklung freut auch SatNav-Koordinator Lars Holstein von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land. „Ich hoffe, dass der Erfolg von Airvionic Motivation für neue Interessenten für technologieorientierte Unternehmensgründungen im ESA BIC Bavaria ist", so Natasa Deutinger, Koordinatorin der Außenstelle des ESA BIC in Freilassing.

 

DreamCopter

Der DreamCopter der Firma Airvionic macht Luftaufnahmen in ausgezeichneter Qualität.

Foto: Airvionic

 

innovationspreis

Dirk Fox, einer der beiden Geschäftsführer der Airvionic GmbH Bischofwiesen, bekam den Preis im Hypovereinsbank-Forum in München vor 550 Experten, Juroren und Teil-nehmern überreicht.

Foto: Evobis

 

 


 

Mit Smartphones Lawinenopfer orten

 

Kein Winter vergeht ohne Lawinenunfälle. Bei der Suche nach Verschütteten zählt jede Sekunde, nach 15 Minuten sinken ihre Überlebenschancen rapide. Smartphones - ausgestattet mit Funktionen von Lawinenpiepsern - sollen die Opfer künftig schnell orten.

 

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Mit zusätzlicher Hardware und

der LawinenFon-App wird jedes

Smartphone zum Lawinensuchgerät.

Im Bild: der Prototyp des

Galileo-LawinenFons.

© Fraunhofer IML

Von einer Lawine überrascht zu werden, ist der Albtraum jedes Wintersportlers. Wer einmal unter den weißen Massen begraben ist, hat kaum eine Chance, sich selbst zu befreien. Der Schnee wird hart wie Beton, der Verschüttete kann nicht einmal mehr einen Finger bewegen. Die Überlebenschancen schwinden mit jeder Minute, der Tod durch Ersticken droht. Den Rettern bleiben im Schnitt 15 Minuten, um die Opfer lebend zu bergen. Lawinensuch- geräte (LVS) gehören deshalb zwingend zur Ausrüstung aller, die sich überwiegend abseits der Pisten bewegen. Doch die Piepser sind nicht billig, die Preisspanne reicht von 200 bis über 500 Euro - ein möglicher Grund, weshalb noch immer viele Tourengeher und Skifahrer kein LVS-Gerät mit sich führen.

Bald könnte es eine günstigere Alternative zu den aktuellen Lawinenpiepsern geben: Forscher vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Prien entwickeln mit dem Galileo-LawinenFon ein System, das Smartphones um die Sende- und Suchfunktionen eines LVS-Geräts ergänzt. Im Notfall orten die Handys verschüttete Lawinenpiepser mit Hilfe der Satellitennavigation, wobei sich die Signale des GPS-, des europäischen Galileo- und des russischen GLONASS-Satellitensystems kombinieren lassen. Projektpartner sind die Unternehmen proTime, Volmer Informationstechnik und die Hochschule Rosenheim - Bereich Elektro- und Informationstechnik. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi förderte das Vorhaben mit rund 1,7 Millionen Euro.

 

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